Wisst Ihr, was heute passiert ist?
Normalerweise gibt es inzwischen so etwas wie ein Ritual, einen besonderen Zeitpunkt, in dem meine Newsletter entstehen: Morgens direkt nach dem Aufwachen, eine Tasse Kaffee neben mir, der Geist ganz frisch und bereits schon sehr wach, sitze ich da, meist noch in meinem Bett oder auf dem Sofa, nicht am Schreibtisch! – und beginne die Worte aus mir heraus in die Tastatur fließen zu lassen, ohne Stocken, vollkommen im Fluss.
Heute… ein Ruckeln, Hinauszögern, Unruhe bis endlich die ersten Worte, meine Morgenbewegung und das Anziehen lagen schon hinter mir, beginnen ihren Weg aus mir heraus zu finden.
Text aus Gedanken, die in mir Ping-Pong spielen.
Innehalten, warten, weiterschreiben.
Irgendwann ist er fertig.
Ich lese über ihn drüber und denke, ja, ist schon okay, alles genau so auch richtig, aber etwas fehlt…?!
Nur was?
Was kann ich nicht wirklich spüren?
Was fühlt sich irgendwie nicht ganz greifbar an? Nicht wirklich stimmig?
Unruhe steigt auf.
Mein Körper will nicht still sitzen, ist wie … ?
UNVERBUNDEN…
mit mir!
Ich schreibe über Verbundenheit und Verbindung und fühle mich unverbunden!
DAS fühlt sich nicht stimmig an, DAS ist nicht echt und wahrhaft!
Und was macht eine Tanztherapeutin, um sich verbunden zu fühlen?
Sie tanzt!
Ich lege mich auf den Boden, höre die Musik, lasse die Klänge, den Rhythmus nach und nach, erst behutsam, dann immer eindrücklicher, intensiver meinen Körper erfassen und überlasse mich dem, was daraus entstehen will zwischen ihnen und ihm, ihnen und meiner Seele, ihnen und meinem inneren Wissen.
Ich tanze mit dem Boden.
Ich tanze mit den Wellen des Klangs.
Ich richte mich auf.
Immer mehr Bewegungen fließen wie von selbst aus mir heraus,
vertraut, neu, bekannt, überraschend!
Und es fühlt sich immer verbundener an!
Immer mehr nach mir!
Immer echter!
Stimmig
Wahrhaftig!
Endlich – Verbunden!
Und von da aus setze ich mich hin und schreibe den Text neu, diese Zeilen, die Ihr hier lest.
Während ich sie schreibe, spüre ich die Verbindung zu mir und stelle mir vor, hoffe, wie vielleicht genau diese Worte, so unmittelbar aus mir heraus geschrieben, eine Verbindung zu Euch erschaffen.
Eine Bewegung zu Euch hin.
Euch erreichen.
Resonanz – vielleicht ein Impuls, auch zu tanzen und einfach den Klängen der Musik zu folgen, vielleicht ein Impuls, Innezuhalten, und der eigenen Verbindung zu lauschen.
Ist sie spürbar für Dich?
Wie nimmst Du sie wahr?
Und wie daraus nicht nur mein Erleben entsteht, sondern daraus auch etwas in Eurem Erleben geschehen kann.
Obwohl es erst nur ein Unverbundenes war mit mir, ist vielleicht jetzt eine Verbundensein mit Euch erwachsen?
Verbundenheit – in dieser so oft trennenden Welt, so wichtig, so notwendig, so kostbar!
Verbundenheit, die Lebendigkeit und Leben spürbar macht.
Lebendigkeit, die Verbindung schafft.
Und der Tanz, der immer wieder diesen Raum öffnet!
Ich wünsche Euch allen wunderschöne Sommertage, das Erleben von Verbindung und Verbundenheit, mit Euch selber, mit Anderen und mit dem Leben!
…und freue mich über die Verbundenheit zu Euch, im Tanz, durch meine Euch erreichende Worte, durch Rückmeldungen, durch ein Wiedersehen!
Eure Christine
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